Bezahlen im Internet

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Der wichtigste Grundsatz bei der Bezahlung im Internet lautet: Achten Sie auf verschlüsselte Verbindungen. Egal welches Bezahlsystem Sie nutzen möchten – es sollte auf jeden Fall sichergestellt sein, dass Ihre persönlichen Daten und Informationen wie Bankverbindung oder Kreditkartendaten nicht von Dritten gelesen werden können. Gute Online-Shops weisen auf der Webseite darauf hin, dass die Übertragung der Daten über eine gesicherte SSL-Verbindung erfolgt. Sie können dies einfach nachvollziehen, wenn Sie einen Blick in die Adresszeile  (URL-Zeile) werfen. Gesicherte Verbindungen laufen immer unter dem erweiterten Kürzel „https“ (und nicht http).

Bezahlen im Internet

Bezahlung per Rechnung

Die für den Kunden sicherste Zahlungsoption ist die Bezahlung per Rechnung. Der Rechnungsbetrag muss normalerweise innerhalb 14 Tage nach Erhalt der Ware beim Verkäufer eingegangen sein. Klarer Vorteil dieser Bezahlform ist die Sicherheit, da keine sensiblen Rechnungsdaten herausgegeben werden müssen und die Ware vor Bezahlung in Ruhe geprüft werden kann.

Allerdings ist die Möglichkeit der Bezahlung per Rechnung bei Neukunden eher die Ausnahme als die Regel. Viele Online-Shops bieten Rechnungszahlung entweder gar nicht oder nur für Kunden an, die schon im Online-Shop eingekauft haben. Voraussetzung für die Möglichkeit der Bezahlung per Rechnung ist eine positive Bonitätsbeurteilung. 

Bezahlung mit Kreditkarte

Die Bezahlung mit Kreditkarte ist eine der am häufigsten genutzten Form der Bezahlung in Online-Geschäften. Dabei benötigen Sie nur den Namen der  Kreditkartengesellschaft (z.B. Visa und Mastercard), die  Kreditkartennummer sowie die Sicherheitsnummer (auf der Rückseite der Kreditkarte).  Besonders bei der Kreditkarte sollten Sie darauf achten, dass die eingegebenen Daten über eine gesicherte SSL-Verbindung gesendet werden. Das schützt Sie vor Missbrauch und erspart im Zweifelsfall viel Ärger.

TIPP: Wenn Sie Ihr Risiko begrenzen wollen, dann nutzen Sie eine Prepaidkarte. Sie zahlen auf das Konto einen Betrag ein, über den Sie dann per Kreditkarte verfügen können. Die günstigsten Prepaid-Kreditkartenanbieter sind aktuell wüstenrot ( € 0,00 Reg.-Gebühr –  € 0,00 Jahresgebühr) und Kalixa (Reg-Gebühr € 9,95 einmalig – €0,00  Jahresgebühr).

Vorteile der Kreditkartenzahlung

  • Einfache und schnelle Bezahlart
  • Zahlungen per normaler Kreditkarte müssen erst mit der nächsten Kreditkartenabrechnung bezahlt werden. (Prepaid natürlich sofort)
  • Die meisten Online-Shops bezahlen die Kreditkartengebühren für die Transaktionen – es gibt aber Ausnahmen!
  • Sie erhalten sehr schnell die bestellte Ware, da Kreditkartenzahlung für den Versandhändler wie Barzahlung ist.
  • Bei schadhafterWare bzw. Nichtsendung von Ware haben Sie die Möglichkeit die Rückbuchung bei der Kreditkartengesellschaft zu erwirken.

Nachteile der Kreditkartenzahlung

  • Wenn Kreditkartendaten in die falschen Hände fallen, kann das für Sie mit viel Ärger und Aufwand verbunden sein. Eine Prepaid-Kreditkarte vermindert zu mindestens das finanzielle Risiko.
  • Die verzögerte Abrechnung der Kreditkartenzahlungen durch das Kreditkarten-Unternehmen kann dazu führen, dass die eigene finanzielle Situation falsch eingeschätzt wird.

Bezahlung per PayPal

PayPal ist vergleichbar mit der Bezahlung per Bankeinzug. PayPal gehört heute neben Kreditkartenzahlung zu den am häufigsten genutzten und sichersten Bezahlformen im Internet (10 Mio. Kunden in Deutschland – akzeptiert in ca. 20.000 Online-Shops).

Wenn Sie öfter in Online-Geschäften einkaufen möchten, dann ist PayPal durchaus eine gute Alternative zur Kreditkartenzahlung. Bei Eröffnung eines PayPal-Kontos prüft PayPal Ihr Konto, indem es 2 kleine Überweisungsbeträge auf Ihr Konto überweist und Sie diese Beträge dann bei der „Verifikation“ angeben müssen.

Vorteile PayPal

  • Zahlung per PayPal ist wie Barzahlung – Sie erhalten umgehend die bestellten Waren.
  • Das PayPal-Konto ist kostenlos und man bezahlt keine Gebühren bei Zahlung per PayPal  (nur wenige Händler z.B. Redcoon berechnen die Gebühren weiter).
  • Sie haben einen Käuferschutz, d.h. dass Sie ihr Geld von PayPal zurückerhalten können, wenn der Verkäufer nicht liefert oder die Ware zurückgeben wird.
  • Sensible Finanzdaten werden dem Verkäufer nicht mitgeteilt. PayPal garantiert für die Datensicherheit (Übertragung der Daten nur per SSL-Verschlüsselung).

Nachteile PayPal

  • Käuferschutz nur eine begrenzte Zeit gültig (i.d.R. 30 Tage nach Bezahlung).
  • Monatliches Limit für Kunden bei PayPal.

Zahlung per Nachnahme

Bei Zahlung per Nachnahme bezahlen Sie den Rechnungsbetrag bei Lieferung der Ware direkt und in bar beim Warenzusteller (z.B. Hermes oder DHL).

Vorteile dieser Bezahlart:

  • Sie benötigen keine Kreditkarte oder Girokonto und Sie geben keine wichtigen Daten an den Online-Shop weiter.
  • Einfache Zahlmöglichkeit bei renommierten und zertifizierten Online-Shops.

Nachteile dieser Bezahlart:

  • Sie oder ein Vertreter müssen die Ware direkt in Empfang nehmen (sonst kann der Nachnahmebetragnicht erhoben werden).
  • Die Gebühren für die Nachnahme beläuft sich auf 2-8 Euro je nach Online-Shop und Versandunternehmen.
  • Im Falle von Reklamationen ist die Erstattung der gezahlten Beträge relativ kompliziert – und Nachnahmegebühren werden nicht erstattet.
  • Das Betrugsrisiko ist relativ groß, wenn der Online-Shop nicht bekannt ist (und nicht zertifiziert). Ein Beispiel ist z.B. der Kauf von „Medikamenten“  jeglicher Art in einem unbekannten Online-Shop (oft  mit Sitz im Ausland).

Bezahlung per Bankeinzug

Bei Bankeinzug oder Lastschrift wird Ihnen der Rechnungsbetrag direkt vom Bankkonto abgebucht. Die Abbuchung erfolgt üblicherweise erst mit Versand der Ware. Der Online-Shop benötigt dafür den Namen des Kontoinhabers, Kontonummer und Bankleitzahl (beides zusammen sind in der IBAN-Nr. enthalten) und den Namen der Bank – deshalb sollten Sie darauf achten, dass die Daten per SSL-Verbindung übermittelt werden. Im nationalen Einzugsermächtigungsverfahren gilt eine Rückgabefrist wegen Widerspruchs von acht Wochen nach Belastungsbuchung.

Bezahlung per Vorkasse/Überweisung

Bei Vorkasse-Zahlungen gehen Sie gewisse Risiken ein. Sie müssen darauf vertrauen, dass der Online-Händler seriös ist und die Ware auch tatsächlich an Sie versendet.  Seriöse und zertifizierte Online-Shops gewährleisten zudem, dass Sie im Reklamationsfall Ihr Geld auch zurückbekommen.

Vorteile:

  • Normalerweise keine Überweisungsgebühren bei Zahlungen innerhalb Deutschlands.
  • Sie geben keine sensiblen Daten preis.

Nachteil:

  • Keine Prüfung der Ware vor Bezahlung möglich.
  • Gebühren bei Überweisungen in das Ausland.
  • Versand der Ware erst nach Geldeingang beim Versender.
  • Verlustrisiko bei nicht zertifizierten und unbekannten Online-Shops.
Über Christian Kalvelage (160 Artikel)
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